Schicksalsschläge
Friedrich Wendelin Bonauer war ein leidenschaftlicher Kunstmaler.
Zwar malte er, wann immer er Zeit dazu fand. Dennoch kam er nicht so oft zum Malen, wie er dies gern getan hätte.
Die Menschen arbeiteten damals noch 6 Tage in der Woche und über 48 Stunden.
Weil er nicht so viel Zeit für seine Bilder aufbringen konnte, nahm er meist nicht den bestmöglichen Untergrund, um darauf zu malen.
Die Leinwand wollte er sich aufsparen für die Zeit, wenn er als Rentner genug Zeit haben würde, sich intensiv mit seiner Leidenschaft auseinandersetzen zu können.
Viele seiner Werke hat er deshalb auf Karton gemalt oder auf die Rückseite von Kalenderblättern. Viele Zeichnungen, Skizzen und Radierungen sind auf Papier minderer Qualität gezeichnet.
Nur sehr wenige Bilder hat er auf Leinwand gemalt.
Leider erlitt er einen Schlaganfall noch bevor er in Rente gehen konnte. Als Folge davon verlor er einen grossen Teil seines Sehvermögens und konnte somit nicht mehr malen.
Zudem war er im Alltag auf die Hilfe seiner Frau angewiesen.
Als diese an Pfingsten 1962 an einem Hinrschlag starb, lebte er eine zeitlang beim ältesten Sohn und dessen Familie in der Nähe von Basel.
Danach war er bei seinem jüngsten Sohn und dessen Familie im Seeland.
In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1963 entschlief er im Alter von 75 Jahren im Kreise der Familie.
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